HWS - Syndrom


Diese Bezeichnung steht für eine Vielfalt von Beschwerden und heißt nichts anderes als: “Da ist was an der Halswirbelsäule“ – also ein sehr dehnbarer Begriff.

 

Da auf der Halswirbelsäule unser Kopf ruht, sind die Konsequenzen von Störungen in der HWS auch oftmals Kopfschmerzen, Tinnitus oder Schwindel. Auch zu unserem Kiefergelenk kann es vielfältige Wechselwirkungen geben. Knirscht man z.B. ständig mit den Zähnen oder beißt sie in der Nacht ständig zusammen, so kann dies zu starken Verspannungen in der Nackenmuskulatur führen.

 

Sehr oft sind Beschwerden in der Halswirbelsäule auch nur das Symptom, weil die HWS sich an einen Einfluss aus einer anderen Körperregion anpasst, bzw. ausweicht. Auf fascialer Ebene ist sie z.B. mit dem Herzbeutel, dem Lungenfell, dem Zwerchfell, den Bauchorganen und dem kleinen Becken verbunden und die Schilddrüse sowie der Schluckapparat haben direkte Einwirkung. Somit können diese Körperregionen diesen obersten und beweglichsten Anteil unserer Wirbelsäule stark beeinflussen. In diesem Falle würde es dann natürlich nicht viel bringen, wenn man nur die Halswirbelsäule behandelt – die Beschwerden würden immer wieder kommen. Schlimmstenfalls kann solch eine Fehlbelastung der HWS durch eine andere Region sogar bis zu einem Bandscheibenvorfall oder einer Nervenentzündung führen. Aber eine sogenannte Cervicobrachialgie (was heißt, dass man auch bis in den Arm ausstrahlende Schmerzen hat), muss nicht immer gleich ein Bandscheibenvorfall sein, der Nerv kann auch an vielen anderen Stellen auf seinem Weg in den Arm gereizt werden.

 

Kann man den Kopf nicht richtig drehen, so muss es nicht immer eine Abnutzung oder Blockade in der HWS sein, sondern kann ein Mobilitätsverlust der oberen Rippen ursächlich sein.

 

Nicht vergessen darf man auch die Belastung der HWS durch Stress oder eine konstante, schlechte Arbeitshaltung, wie z.B. bei ständiger Schreibtisch und Bildschirmarbeit.

 

Wie wir Ihnen helfen können:

 

Wir versuchen die Einflüsse aufzudecken, die auf die HWS wirken und werden durch Mobilisieren der dortigen Einschränkungen und Ausschalten der Einflüsse, die HWS entlasten.

Allerdings ist es unerlässlich, auf eine gute Arbeitshaltung zu achten und für Ausgleich zu sorgen, sowie möglichst den Stress zu vermindern.

 

Empfehlungen für Sie:

 

Vermeiden Sie es, auf dem Bauch zu schlafen. Diese extreme Haltung unterstützt ein Fortschreiten von Abnützungserscheinungen. Bei Beißen und Knirschen sollten Sie sich von Ihrem Zahnarzt eine Beißschiene für die Nacht anfertigen lassen. Dehnungs – und Lockerungsübungen können die HWS – während der Arbeit entlasten, eine Kräftigung der Nackenmuskulatur wirkt Verspannungen entgegen und kann die HWS deutlich stabilisieren. Bei Schmerzen können leichte Massagen und Wärmeanwendungen helfen.