Bandscheibenvorfall


Die Bandscheiben liegen zwischen den Wirbelkörpern vom zweiten Halswirbel bis zum fünften Lendenwirbel. Sie bestehen aus einem Knorpelfaserring und einem geleeartigen Kern.

 

Durch Überlastung wie: zu langes Sitzen, zu schweres und falsches Heben und grundsätzlich zu wenig Bewegung, die die Bandscheibe durchsaften und somit besser versorgen würde, dehydriert der Faserknorpel und wird brüchig. Reißen auf diese Weise einige Knorpelfasern, so kann sich der flüssige Kern (Nucleus Pulposus) weiter nach hinten verlagern und auf das schmerzempfindliche, hintere Längsband drücken. Man spricht von einer Bandscheibenvorwölbung (Protrusion).

 

Reißt schließlich der gesamte Faserring durch, so können Teile des flüssigen Kernes nach hinten bzw. in Richtung des Nervenkanales austreten und auf den Nerv drücken. Man spricht von einem Bandscheibenvorfall (Prolaps). Am meisten davon betroffen sind die Bandscheiben zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel sowie zw. dem 5. Lendenwirbel und dem Kreuzbein (L5/S1).

 

Ein Bandscheibenvorfall kann auch das Ergebnis einer Dekompensation zahlreicher Probleme sein, die sich im Körper angesammelt haben, wie z.B.: Fußverstauchungen, Frakturen, Blockaden oberer Wirbel, Erkrankungen im Verdauungstrakt oder im Urogenitalsystem, Traumata, zu häufige wiederholte körperliche Anstrengungen, aufreibende Arbeit, langanhaltende bzw. einschneidende psychische Situationen/Ereignisse oder einfach schlechte Haltung.

 

Wie wir Ihnen helfen können:

 

Wir versuchen, die Ursache des Vorfalles zu ergründen und den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen, somit die Versorgung der Bandscheibe zu verbessern, die Schmerzen zu lindern und den gereizten Nerven zu mobilisieren.

 

Sollte allerdings die Sensibilität gestört sein, oder es zu Lähmungserscheinungen kommen, so ist eine Operation u.U. unausweichlich, damit das komprimierte Nervengewebe wieder entlastet werden kann.

 

Empfehlungen für Sie:

 

 Eine kaputte Bandscheibe wird nicht wieder neu, aber das Gewebe kann vernarben und der ausgetretene Kern kann dehydrieren. Das erfordert aber eine Entlastung für 6 Wochen, damit eine Vernarbung geschehen kann. Sie sollten sich also 6 Wochen lang gerade halten, nicht „herum lümmeln“ und keine schweren Lasten heben. Wärme und Massagen können die verspannte Muskulatur lockern. Bewegung ist wichtig, damit die Bandscheiben gut versorgt werden, wie z.B. langsames Spazieren gehen, das bzgl. Tempo und Strecke langsam gesteigert wird. Auch propriozeptive Einlagen können helfen, die Bandscheiben zu entlasten.