Darmprobleme


 In Zusammenarbeit mit den anderen Organen des Verdauungssystems absorbiert der Darm aus dem Speisebrei alles, was dem Körper nutzen könnte (auch bestimmte Vitamine, wie Vitamin B12 und Vitamin C, sowie Mineralsalze). Wenn der Speisebrei den Dünndarm verlässt, sind die meisten Nährstoffe bereits absorbiert. Der Dickdarm entzieht der Masse dann noch Wasser, sodass fester Stuhl entsteht. Der Darm reagiert höchst sensibel auf Emotionen.

 

Der Darm ist ein Muskel, der seine Funktion durch eine ständige Abfolge von Kontraktionen erfüllt. Ist seine Funktion gestört, kommt es zu Bauchkrämpfen. Ist er gereizt, so produziert er Luft und verursacht Blähungen. Er kann auch Grund für morgentliche Müdigkeit und Übellaunigkeit sein.

 

Spannungen im Darm und ein hoher Luftgehalt behindern die freie Beweglichkeit des Zwerchfells. In diesem Fall ist Aufstoßen die beste Möglichkeit, den Bauch zu entlasten. Sonst kann es passieren, dass durch den Druck des Zwerchfells nach oben, gleichzeitig die Verbindung zwischen Speiseröhre und Magen nach oben gezogen wird und durch den Unterdruck im Thorax die Salzsäure aus dem Magen in die Speiseröhre gelangt und Sodbrennen verursacht wird. (Ein Reflux kann aber natürlich auch durch Magenprobleme entstehen)

 

Durch Stress oder zu starke emotionale Belastung kann einerseits das sympathische System angeregt werden, was dann zu Durchfällen führt oder die Muskulatur kann nach größerem Ärger kontrahiert bleiben, was zu Bauchkrämpfen führt. Noch dazu kann eine emotional bedingte Anspannung des Zwerchfells zu einem gestörten venösen und lymphatischen Abfluss bzw. zu einem Stau führen, was Unverträglichkeiten – die natürlich ohnehin einen großen Einfluss auf den Darm haben – verstärken kann.

 

Wie wir Ihnen helfen können:

 

Durch eine Entspannung des Zwerchfells und einer Mobilisierung des Bauchbereiches, unter Anderem auch durch das Lösen von Verklebungen, können wir den Stoffwechsel und die Beweglichkeit des Darmes fördern. Auch Probleme in der Lendenwirbelsäule und mit dem Steißbein können Darmbeschwerden verursachen – oder umgekehrt. Demzufolge geschieht unsere Behandlung immer abhängig von der vorherigen Anamnese und unserem Untersuchungsbefund.

 

Tipps für Sie:

 

Verzehren Sie schwefelhaltige, zu Blähungen führende Lebensmittel, wie Bohnen, Erbsen, Kohl, Kichererbsen, Zwiebeln, Artischocken, Champignons und Lauch vorzugsweise gekocht und kauen sie sie gründlich, da sie dadurch leichter verdaulich werden. Lassen Sie sich auf Unverträglichkeiten testen. Halten Sie den Bauch warm. Essen Sie möglichst natürliche Lebensmittel ohne Zusätze. Zu Fuß Gehen regt die Mischung des Darminhalts an. Tiefe Bauchatmung wirkt durch die Zwerchfellbewegung wie eine Bauchmassage und fördert den Stoffwechsel. Lernen Sie, sich zu entspannen.

 

Quelle: Die Botschaften unseres Körpers von Jean-Pierre Barral